Umgang mit Verletzlichkeit

Mein derzeitiges Wachstumsthema ist der Umgang mit Verletzlichkeit. Ich hätte gerne die Macht, meine höhere Emotionen (Liebe, Dankbarkeit, Freude) unabhängig vom Außen aufrecht zu erhalten, statt mich traurig, ängstlich oder verletzt zu fühlen. Wie in „7 leyes para cambiar tu vida“ (7 Gesetze, um dein Leben zu verändern) beschrieben, geht es dabei nicht darum, gleichgültig zu werden (im Sinne von „alles ist mir egal“), sondern in der Tiefe zu verstehen: die Situation, die Menschen.

Es gibt einen bewährten Weg, sich zu schützen:

Offenheit ⇒ Verletzung⇒

Verschlossenheit⇒Indifferenz

Nach einer Verletzung sucht man das Gespräch, und gewöhnlich finden weitere Verletzungen statt. Irgendwann empfindet man diese als zu  massiv und verschließt sich. Dies geht bald in Gleichgültigkeit über. Beruflich findet man hier die Menschen, die nur noch Dienst nach Vorschrift oder weniger tun. In Beziehungen führt das zum Ende.

In dieser Kette kann an mehreren Stellen eingegriffen werden. Regelmäßige Meditation, ausreichender Schlaf, gesunde Nahrung, Bewegung und Naturerlebnisse wirken vorbeugend, indem uns ausgeglichener werden lassen. So mindern sie indirekt die Empfindlichkeit für Verletzung und auch die Reaktion darauf. Sie öffnen den Raum für einen Austausch, der zu Verständnis führen kann.

Offenheit⇒geringere Verletzung⇒weitere Offenheit⇒Verständnis

Ein grundsätzliches Verstehen der Zusammenhänge der Welt wirkt ebenfalls vorbeugend und mindert die Verletzlichkeit, den es zeigt auf, was wirklich geschieht.  Zu diesem Verständnis gehört das hermeneutische Wissen, dass es keine schlechte Situationen gibt. Sie sind alle notwendig, damit wir wachsen.

 

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