Disziplin – Der Weg der Freude

Disziplin ist für mich ein Mysterium. Was bewegt mich, manche Aufgaben stetig weiter zu verfolgen, während andere liegen blieben? Die innere Motivation, ja, klar. Aber was bedeutet das? Ich habe ein Ziel vor Augen, weiß genau, warum ich es will, und tue es nicht. Und manchmal, da sage ich mir „jetzt“ und tue es einfach.

Disziplin ist wohl der Unterschied zwischen dem zufälligen „jetzt tue ich es“ und dem „nicht tun“. Es hat mit Gewohnheit zu tun, und ganz oft hat sie den Anfang in einer Krise. Wenn etwas mich zwingt, die Änderung anzugehen. Das bedeutet nicht, dass meine Motivation im Außen liegt,

Gerade beim Thema Disziplin verlässt mich die Lust zu schreiben! Sehr witzig, wie so das Problem sofort sichtbar wird.

Ich denke seit über einer Woche nach, aber das Thema will mir angeblich nichts sagen. Heute aber befand sich in meinem Email-Postfach eine Nachricht von Karin Wess: Wie viel Disziplin braucht Erfolg?  Zusammengefasst, versucht sie, die Angst vor ewiger Disziplinierung zu nehmen, indem sie sagt: sei nur so lang diszipliniert, bis es Gewohnheit wird.

Wenn ich darüber nachdenke, komme ich zu einen anderen Ansatz. Disziplin klingt so unerfreulich, und tatsächlich realisiere ich etwas nur dann konsequent, wenn Freude damit verbunden ist. Für mich führt zur Disziplin der Weg der Freude. Es gibt so Depri-Tage, da läuft nichts. Die hacke ich ab, ich sorge für mich und warte ab. Danach kommt wieder das Genie (siehe Dispenza) in mir zum Vorschein, und ich bin wieder bereit, Aufgaben mit Freude anzugehen.

Wenn die Freude dauerhafter nachlässt, was dann? In einem Dispenza Workshop hatte ich einen Tischnachbar, der voller erstaunen sagte: „ich war so weit mit dem Meditationen und Erschaffungen, ich habe keine Ahnung, warum ich damit aufgehört habe, wo es so gut lief“.

Für die, die sich fragen, was ich mit Erschaffungen meine: es geht um die Möglichkeit, das etwas geschieht, nur weil du es willst. Dispenza nennt die bewusste Umsetzung  Erschaffung. Es gibt wohl verschiedene Ansätze dafür, siehe „the secret“ oder „Bestellungen ans Universum“. Meine Erfahrung ist, ich kann mit allen gute Resultate erzielen. Wenn ich gut drauf bin. Dispenzas Meditationen unterstützen definitiv meine Erschaffungskraft UND mein Wohlbefinden.

Dennoch, auch ich meditiere nicht mehr so regelmäßig wie anfangs, bin nicht mehr so positiv und achtsam. Meine Motivation sinkt. Dafür gibt’s mehrere Gründe:

-Ich bin glücklich und brauch gar nichts dringend. Ich habe also keinen großen Drang, etwas zu verändern.

-Dadurch, dass alles gut läuft, sind Erfolge nicht mehr so große Wow-Momente.

-Ich bin auf einen etwas positiverem Level als früher. Der Sprung von damals zu heute war stark spürbar, jetzt scheint die Entwicklung zu stagnieren. Das tut sie nicht, sie ist nur langsamer und stetiger.

-Menschen, die mit mir reglemäßig meditiert und vor allem im Alltag die Positivität aufrechterhalten haben, sind weggefallen.

-Es ist Routine geworden, nicht mehr etwas Besonderes!

-Ich bin bequem.

Was mache ich nun mit den Erkenntnissen? Darüber muss ich nachdenken. Vielleicht kann ich nächste Woche schon etwas darüber sagen.

 

3 Kommentare

      1. Ja, in der Tat. Es ergeht mir dann manchmal so wie Dir. Bei mir sind es Gründe wie Bequemlichkeit, oder aber die Dinge sind nicht mehr interessant, weil ich sie tatsächlich nicht mehr brauche. Dann ist es meist so, dass ich Disziplin für andere Vorhaben aufbringen sollte, die gerade eine höhere Prio für meine Entwicklung haben. Oder aber, man ist einfach mal rund um zufrieden, das soll es ja auch geben. 😉

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