Das Plätschern oder der Plateau-Effekt

Wunderbar! Ich habe mir die Zeit genommen, über die letzten Themen nachzudenken. Zur Erinnerung: meine Motivation war gesunken, weil mir zur Zeit nichts fehlt, ich keine große Fortschritte mehr erkennen kann, unterstützende Menschen fehlen, es Routine geworden ist und ich faul bin. Ich habe viele Gründe!
Mein derzeitiges Gefühl ist Frustration. Ich konnte früher soviel bewegen, erreichen. Jetzt plätschert alles vor sich hin. Das ist der Plateau-Effekt. Die erste Zeit der regelmäßigen Meditation, Achtsamkeit und bewußter inneren Entwicklung war zauberhaft. Meine Fortschritte klar erkennbar, ich bin Riesenschritte gegangen, ich hatte ein großes Ziel und die Begeisterung und Not trugen alles. Dann habe ich das Ziel erreicht und es genossen. Jetzt bin ich einerseits ziellos – denn, was soll noch kommen? – und andererseits frustriert, weil ich keine deutliche Entwicklung mehr wahrnehme. Wie kommen ich aus der Plateau-Depression wieder heraus?
Ich befrage meine Frustration: Was willst du mir sagen. Wie alle negativen Gefühle ist sie ein Signal, dass Veränderung nötig ist. Ein negatives Gefühl muss gehört werden. Ja, ich bin frustriert, super, jetzt habe ich es gehört 😦
Es muss auch angenommen werden. Ich setze mich zur Meditation hin und spüre in diese Stimmung hinein. Sie sagt mir, ich könnte besser sein, meine Ergebnisse könnten besser sein. Warum sind sie nicht besser?, fragt sie mich. Und sie zeigt mir ein unaufgeräumtes Inneres.
Ich habe keine Menschen, die mich derzeit in der Positivität unterstützen, antworte ich, und merke gleichzeitig, wie ich die Ursache auf das Außen verlagere. Die Lösung liegt im Innern. Will ich die Verantwortung an meine Umgebung abgeben? Zwei Jahre lang wuchs mein Pflänzchen im wohlgepflegten Garten. Jetzt findet es sich in der Wüste wieder, und ich schreie nach Regen. Wie wäre es mit selbst gießen?
In der Meditation am Dienstagmorgen kommt der Durchbruch: Neue Ideen, Visionen von Dinge, die ich erreichen will, sprudeln. Danach sortiere ich sie, setze konkrete Ziele und Deadlines. Nein, keine Deadlines, so ein negatives Wort! Ich brauche Ersatz. Geburtsstunden? Erschaffungsmoment? Vollendung! Ich setze Zeitpunkte der Vollendung!
Mit den Visionen habe ich etwas erschaffen, was ich vor zwei Jahren hatte und mich motiviert hat: Ziele.
Was meine nächste Vision ist? Mein erstes Sachbuch. Ich werde berichten.

2 Kommentare

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