Selbstwandlung

Über die Angst

Am Ausgangspunkt lausche ich den Hinweisen. Ich weiß, ich will irgendwohin, aber noch nicht, wo das Ziel liegt. Das bedeutet nicht, dass ich den Ort, an dem ich bin- besser gesagt, , der Zustand in dem ich bin, mir nicht gefällt. Ich könnte mich hier sehr gut einrichten, in mein derzeitiges Selbst. Was ich möchte ist aber über mich selbst hinauswachsen und mich weiterentwickeln.

Ich packe innerlich meine Koffer. Was muss ich alles mitnehmen? Was ist unnötig, was kann ich hinter mir lassen?

In „Ein Kurs in Wundern“ wird beschrieben, es gäbe letztlich nur Angst oder Liebe. Wenn es nur diese beiden gibt, ist es einfach zu entscheiden.

Auf einem Haufen die Fähigkeit zur Liebe. Sie nehme ich mit.

Auf dem Anderen alle Zustände von Schmerz, Widerwille, Unzufriedenheit, Zorn, … die in ihrem Ursprung auf Angst beruhen. Aber aufgepasst: nicht die Menschen oder Situationen (die kommen dann einfach in anderer Gestalt wieder) die vordergründig Ursache der Angst sind. Sondern der innere Zustand von Angst.

Es ist mir jetzt schon klar, der Weg ist das Ziel, und der Weg nicht einfach. Die Angst loslassen ist eine Aufgabe, die Disziplin, Training und Auseinandersetzung braucht.

Dr. Joe Dispenza hat dafür recht gute Anleitungen. Er unterscheidet übrigens  zwischen den Momenten, in denen die materielle Welt die Angst als Signal kurzfristig in Gang setzt, um uns zur angemessenen Reaktion auf Gefahren zu bewegen, und der inneren andauernden unbegründeten Angst. Ich würde es so definieren:

  • die Angst, die Bewußtsein  schafft: das ist eine ernsthafte Situation, hier muss ich ganz wach sein und danach dafür sorgen, zu dem Urvertrauen zurück zu kehren und in innerer Sicherheit zu handeln.
  • die Angst, die Nebel verbreitet und uns nicht bewusst sein lässt und alle positiven Optionen negiert.

Inzwischen besitze ich eine deutsche, andere Version der sieben Gesetze, „Kybalion – die 7 hermetischen Gesetze“, von William Walker Atkinson. Es sind die gleichen Gesetze der Hermetik, wenn auch nicht vom gleichen Autor. Hier findet man unter anderem das Gesetz der Polarität: alles hat sein Paar von Polaritäten. Furcht und Mut sind zwei Enden einer Skala, die eine bestimmte Energie misst. Durch Steigerung der geistigen Schwingungen wird der Übergang von Furcht zu Mut geschaffen.  Auch Dispenza betont immer wieder die Bedeutung der Erhöhung der Energie. Dies ist nicht als „mehr Energie“ gemeint, sondern qualitativ: eine höhere Schwingung erreichen.

Die Methoden zur Erhöhung der Schwingung sind vielfältig. Mit Meditation (in allen Varianten) kann man die Hirnfrequenz beeinflussen. Selbstsuggestion hilft, von Ängstlichkeit in Richtung Mut zu gehen, ebenfalls ist das mit positiven Phantasiereisen möglich. Dankbarkeit ist per se eine hohe Schwingung; die Aufmerksamkeit auf alles zu lenken, wofür wir dankbar sind, wirkt.  Tätigkeiten, die einen Flow erzeugen erhöhen ebenfalls die Schwingung. Gute Gespräche können auch dazu dienen.

Besonders hilfreich finde ich einen Menschen, der bereit ist, liebevoll aber bestimmt darauf aufmerksam zu machen, wenn man in negative Gedanken und Äußerungen verfällt. Denn jede negative Äußerung bringt eine niedrigere Schwingung mit sich. Ich habe auch eine Zeit lang mehrmals am Tag einen Alarm eingestellt, der mich daran erinnert, hinzuschauen, wie meine Energie gerade ist und sie sofort zu verbessern.

Alles in allem, ich habe gute Werkzeuge, um den Weg zu gehen. Eine andere Zutat, die Disziplin, brauche ich noch, um mit großen Schritten vorwärts zu kommen. Damit beschäftige ich mich als nächstes.

 

Umgang mit Verletzlichkeit

Mein derzeitiges Wachstumsthema ist der Umgang mit Verletzlichkeit. Ich hätte gerne die Macht, meine höhere Emotionen (Liebe, Dankbarkeit, Freude) unabhängig vom Außen aufrecht zu erhalten, statt mich traurig, ängstlich oder verletzt zu fühlen. Wie in „7 leyes para cambiar tu vida“ (7 Gesetze, um dein Leben zu verändern) beschrieben, geht es dabei nicht darum, gleichgültig zu werden (im Sinne von „alles ist mir egal“), sondern in der Tiefe zu verstehen: die Situation, die Menschen.

Es gibt einen bewährten Weg, sich zu schützen:

Offenheit ⇒ Verletzung⇒

Verschlossenheit⇒Indifferenz

Nach einer Verletzung sucht man das Gespräch, und gewöhnlich finden weitere Verletzungen statt. Irgendwann empfindet man diese als zu  massiv und verschließt sich. Dies geht bald in Gleichgültigkeit über. Beruflich findet man hier die Menschen, die nur noch Dienst nach Vorschrift oder weniger tun. In Beziehungen führt das zum Ende.

In dieser Kette kann an mehreren Stellen eingegriffen werden. Regelmäßige Meditation, ausreichender Schlaf, gesunde Nahrung, Bewegung und Naturerlebnisse wirken vorbeugend, indem uns ausgeglichener werden lassen. So mindern sie indirekt die Empfindlichkeit für Verletzung und auch die Reaktion darauf. Sie öffnen den Raum für einen Austausch, der zu Verständnis führen kann.

Offenheit⇒geringere Verletzung⇒weitere Offenheit⇒Verständnis

Ein grundsätzliches Verstehen der Zusammenhänge der Welt wirkt ebenfalls vorbeugend und mindert die Verletzlichkeit, den es zeigt auf, was wirklich geschieht.  Zu diesem Verständnis gehört das hermeneutische Wissen, dass es keine schlechte Situationen gibt. Sie sind alle notwendig, damit wir wachsen.

 

Neubeginn

Es ist wohl kein Zufall, dass ich seit längerem plane, diesen Blog zu beginnen und nun dieser Beginn mit einem Neuanfang in meinem Leben zusammen fällt.

Die letzten zwei Wochen hatte ich eine wundervolle Reise ins Land der Katharer in Frankreich. Am Jahrestag der Verbrennungen  von Montsegur war ich dort und durfte die Gedenkfeier miterleben. Christian Koenig führte uns durch die Höhlen der Katharer und erklärte uns den Initiationsweg. Ein Weg, der durch einen symbolischen Tod und die Auferstehung danach führt. Aus diesem Prozess geht der Mensch gewandelt hervor.

Meine eigene Wandlung, worum geht es dabei? Ich steige in einem neuen Prozess ein, ein Weitergehen dort, wo ich bis jetzt immer abgebrochen, mich nicht weiter getraut habe. Es steht an, mich freier und selbstbestimmter in der Welt zu bewegen. In der Freiheit Liebe und Gemeinsamkeit zu achten. Und vor allem meine Energieschwingung zu erhöhen. Dankbarkeit, Freude, Liebe und Positivität aufrecht zu erhalten. Ich kann sie gezielt herstellen, aber sie entgleiten mir immer wieder allzu leicht.

Vor drei Jahren hatte ich durch Schicksalsschläge und wunderbarer Führung eine große Aufgabe zu erfüllen, und bekam die Inspiration von Dr. Joe Dispenza. Zwei Jahre habe ich meine Energie sehr hoch gehalten und nun schwächt sie sich.

Ich kämpfe also mit alten Gewohnheiten wie grübeln, mich sorgen, mich ärgern. Und suche nach neuen Wegen, in dem recht göttlichen Zustand von damals zurück zu kehren. Aber nicht zurück, sondern vorwärts zu etwas Neuem, mit den Erkenntnissen aus der letzten Zeit.

Viele Menschen befinden sich in ähnlichen Prozessen, ringen darum, sich im Leben weiter zu entwickeln, nicht nur in Bezug auf Karriere oder Besitz, sondern auch in ihren Beziehungen, in ihrem Selbst und in ihrer Spiritualität. Es freut mich, wenn wir uns auf diesem Weg begleiten.

Zur Erweiterung meiner Gedanken lese ich gerade „7 leyes para cambiar tu vida“ (7 Gesetze um dein Leben zu ändern) von Daniel Rodes  und Encarna Sanchez. Ich fand es in einer Buchhandlung in Rennes leicht Château 😃.  Darin geht es um den Kybalion von Hermes Trimegisto. Ich werde davon berichten.

„To change is to think greater than how we feel. To change is to act greater than the familiar feelings of the memorized self. “ Dr. Joe Dispenza